Hunde sind sensible Wesen. Das trifft auch auf ihre Mägen zu. Deshalb ist eine Futterumstellung nicht so einfach, wie es zuerst erscheinen mag. Um dir bei dem Prozess zu helfen, sind hier alle wichtigen Informationen, die du für die Futterumstellung deines besten Freundes benötigst!
Warum/Wann sollte ich das Hundefutter wechseln?
Es gibt einige gute Gründe, die für eine Umstellung des Hundefutters sprechen. Beispielsweise muss das Futter gewechselt werden, wenn ein neuer Lebensabschnitt deines Hundes beginnt. Ob von Welpen zum jungen Erwachsenen oder zum Senior – je nach Alter benötigen Hunde unterschiedliche Inhaltsstoffe in ihrem Futter.
Wenn dein Hund unter bestimmten Erkrankungen, Unverträglichkeiten oder Allergien leidet, kann es ebenfalls von Vorteil sein, ihm speziell auf seine Bedürfnisse angepasstes Futter zu verabreichen. Ein weiterer Grund für eine Futterumstellung kann ein Wechsel auf qualitativ hochwertigeres Hundefutter sein sowie ein Übergang von Trocken- zu Nassfutter oder umgekehrt.
Ist dein Hund übergewichtig und du möchtest ihm beim Abnehmen helfen, kann es ebenfalls sein, dass du dafür auf ein Diätfutter wechseln musst.
Es gibt also einige Momente im Leben deines Hundes, wo du eventuell zu einem anderen Hundefutter greifen musst. An und für sich ist eine Futterumstellung kein Grund zur Sorge – Achte aber darauf, dass du deinem Vierbeiner eine angemessene Umgewöhnung bietest.

Soll ein Hund immer das gleiche Futter fressen?
Eine abwechslungsreiche Ernährung ist etwas, das für uns Menschen eine große Bedeutung hat. Doch Hunde haben andere Bedürfnisse. Sie werden nicht gelangweilt von ihrem Futter und können täglich über Jahre das Gleiche fressen.
Das Wichtigste für die Ernährung deines Hundes ist nicht eine Vielfalt an unterschiedlichem Hundefutter, das ständig gewechselt wird. Ein einziges, hochwertiges Futter ist vollkommen ausreichend. Zu beachten ist, dass dein Vierbeiner die richtige Menge an Nährstoffen erhält.
Hunde haben außerdem einen sensiblen Magen. Ein ständiger Wechsel des Hundefutters kann sich negativ auf seine Verdauung auswirken. Wenn du ihn immer unterschiedlich fütterst, leidet sein Magen-Darm-Trakt darunter. Die Folgen daraus können sehr weitreichend sein.
Welche Nebenwirkungen kann eine Futterumstellung bei Hunden haben?
Da der Hundemagen sehr empfindlich ist, kann es in den ersten Tagen der Futterumstellung zu Beschwerden kommen, bis er sich an das neue Futter gewöhnt. In den allermeisten Fällen sollten diese Nebenwirkungen aber garnicht erst auftreten oder bei einer Umstellung innerhalb einer Woche abklingen, wenn du die neue Mahlzeit richtig in den Speiseplan eingeführt hast.
Nebenwirkungen, die auftreten können, sind beispielsweise:
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Verstopfung
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Blähungen
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Durchfall
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Erbrechen
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Bauchschmerzen
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Juckreiz
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Sodbrennen
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Appetitlosigkeit
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Erschöpfung
Sollten diese Symptome auftreten, ist vorerst kein Grund zur Sorge. Der Magen deiner Fellnase muss sich an die neuen Inhaltsstoffe und die Konsistenz des Futters gewöhnen. Das kann einige Tage in Anspruch nehmen. Solche Beschwerden bedeuten also nicht unbedingt, dass dein Hund eine Unverträglichkeit oder Futtermittelallergie hat. Für empfindliche Hunde kann die Umstellung sogar bis zu zehn Tage andauern!
Sollten die Beschwerden aber anhalten und keine Besserung in Sicht sein, wäre eine Absprache mit deinem Tierarzt von Vorteil, um Allergien auszuschließen.
Wie sollte Hundefutter am besten umgestellt werden?
Bevor du dich für eine der Methoden entscheidest, solltest du dir darüber im Klaren sein, ob dein Hund sensibel ist. Diese Erkenntnis kann von Bedeutung sein, denn für empfindliche Hunde könnte eine länger andauernde Futterumstellung von Vorteil sein, damit sich ihr Magen langsam an das neue Futter gewöhnen kann.
Das Wichtigste zuerst: Stelle genug Wasser zur Verfügung! Falls Magenbeschwerden auftreten sollten, benötigt dein Hund genug zu trinken, um so erste Beschwerden zu lindern.
Die eigentliche Futterumstellung sollte bestenfalls innerhalb mehrerer Tage stattfinden und mit jedem Mal etwas verändert werden. Ziel ist es, dass du deinem Hund am Ende nur noch das neue Futter geben kannst.
Beginne am ersten Tag damit, eine kleine Menge des neuen Futters zum alten hinzuzugeben. Mit jedem Tag sollte das Verhältnis der neuen Mahlzeit größer werden, sodass du ca. nach einer Woche nur noch das Neue fütterst. Beobachte deine Fellnase in dieser Zeit besonders, um mögliche Nebenwirkungen frühzeitig zu behandeln.
Bei der Umstellung von Trocken- auf Nassfutter oder umgekehrt kannst du noch langsamer an den Futterwechsel gehen. Da es sich um eine neue Konsistenz handelt, braucht der Magen länger bei der Umgewöhnung, um das neue Futter zu verdauen.
Auch bei Welpen sollte eine Futterumstellung langsam vorgenommen werden, da sie einen sehr empfindlichen Magen haben. Deshalb sollte das neue Futter im besten Fall im Laufe von zwei Wochen umgestellt werden, um Nebenwirkungen bestmöglich zu verhindern. Schließlich können Welpen bei Durchfall schneller dehydrieren.
Wie erkenne ich, dass die Futterumstellung funktioniert hat?
Da es oft zu Nebenwirkungen während der Übergangszeit vom alten zum neuen Futter kommen kann, ist es für Herrchen und Frauchen schwer zu verstehen, ob die Futterumstellung von ihrem Hund gut aufgenommen wurde.
Normalerweise sollten die Symptome nach ein bis zwei Wochen abklingen. Durchfall oder Verstopfung sollten sich zu einer normalen Kotkonsistenz verändern. Neben dem Kot kann man auch über die Haut und das Fell erkennen, ob das neue Futter gut vertragen wird. Gutes, hochwertiges Futter kann nämlich für glänzendes Fell sorgen.
Wenn nach dieser Zeit keine Besserung zu erkennen ist, solltest du deinen Hund vom Tierarzt untersuchen lassen. Es könnte ein Anzeichen dafür sein, dass er Inhaltsstoffe des neuen Futters nicht verträgt und möglicherweise darauf allergisch ist. In diesem Fall darf deine Fellnase dieses Futter nicht mehr fressen, um weitere Beschwerden zu vermeiden.
Das Ganze in Kurzfassung
Eine Futterumstellung kann aus vielen Gründe für deinen Hund nützlich sein. Beachte aber, dass Hunde nicht wie Menschen ständig neues Futter benötigen. Wichtig ist bei der Futterwahl, dass es gut verarbeitet ist und keine schwer verdaulichen Inhaltsstoffe wie Zucker beinhaltet.
Innerhalb von ein bis maximal zwei Wochen kannst du das alte Futter langsam mit dem neuen tauschen. Dabei solltest du innerhalb dieser Zeit das Verhältnis des neuen Futters schrittweise erhöhen, bis dein Hund am Ende nur noch das neue Futter in seiner Schüssel hat.
Nebenwirkungen können vor allem bei sensiblen Hundemägen in diesem Zeitraum auftreten, sollten nach der erfolgreichen Umstellung aber abklingen. Sollte das nicht der Fall sein, ist ein Besuch beim Tierarzt nötig, um mögliche Unverträglichkeiten oder Allergien auszuschließen.